San Diego, Las Vegas, Los Angeles

Eins muss man Kalifornien lassen, das Wetter ist auch im März/April perfekt und eher mit dem deutschen Sommer zu vergleichen.

Nach der Highway 1-Tour kamen wir in San Diego an. Es ist an sich eine schöne Stadt, wobei wir sie weniger interessant als San Francisco oder Los Angeles (dazu später mehr) fanden.

San Diego

Im Heritage Park Victorian Village ín der Altstadt stehen einige schöne historische Gebäude:

Dort steht auch ein historisches Monument zur Erinnerung an das Mormonen-Battalion (https://de.wikipedia.org/wiki/Mormonenbataillon), das nach dem Mexiko-Krieg einen wichtigen Teil der Besiedelung San Diegos ausmachte.

Mormonen-Battalion-Monument

Wir haben eine Tour mitgemacht, die sehr professionell – wenn auch etwas stark auf Kinder zugeschnitten – die Historie präsentierte.

Später haben wir unseren Mietwagen im großen Stadtpark geparkt (also an der Straße 😉 ) und sind am Reuben H. Fleet Science Center vorbeispaziert.

Blick Richtung Innenstadt

Unterwegs ist uns eine gwewaltige Smombie-Horde entgegengekommen: Scheinbar spielen noch viele Menschen Pokemon Go und dort ist ein seltenes Tier aufgetaucht:

Man kommt am „Museum of Man“ vorbei:

Der Weg führte uns weiter durch Little Italy:

Das Viertel ist vor allem für seine Bars und Restaurants bekannt.

Im Hafengebiet gibt es noch einiges zu sehen:

Bezirksverwaltung
Innenstadt
Historisches Segelschiff „Star of India“
Das USS Midway-Museum

Las Vegas

Von San Diego aus kommt man recht einfach nach Las Vegas, die Fahrt dauert etwa fünf Stunden:

Man kommt auf dem Weg am gewaltigen Ivanpah Solarkraftwerk vorbei:

Las Vegas selber fanden wir eher langweilig und deprimierend. Es ist als Ausgangspunkt für Wandertouren aber gut zu gebrauchen, bietet gutes Wetter, wenn es in Kalifornien kälter ist, und die Hotels sind an Wochentagen erfreulich günstig.

Blick aus Hotelzimmer

Das Bellagio-Hotelcasino bietet eine japanische Halle, die schon stark ins Kitschige abdriftet:

Vor dem Casino hat man eine gute Aussicht auf die anderen Gebäude:

Eine große Wassershow wird alle 15 Minuten gestartet:

Red Rock Canyon

Etwa 20min von Las Vegas entfernt liegt die Red Rock Canyon National Conservation Area. Das Gebiet kann auf einer 20km langen Rundstrecke befahren werden. An einer Vielzahl von Parkplätzen starten insgesamt gut 20 Trails, die abgelaufen werden wollen. Dabei ist besonders die tolle Landschaft hervorzuheben. Man hat die Chance, Landschildkröten zu sehen, uns sind aber leider keine über den Weg gelaufen. Zu sehen gab es ein paar Maultierhirsche und eingesponnene Raupen („Western Tent Caterpillars“).

Hier sind einige Eindrücke:

Das Gebiet ist auch bei Kletterern und Boulderern beliebt.
Eingesponnene Raupen „Western Tent Caterpillars“

Wanderung zur Arizona Hot Spring und zum Colorado River

Schnell mit dem Auto zu erreichen ist auch die Lake Mead National Recreational Area. Wir sind dort zu heißen Quellen in der Nähe des Colorado Rivers gewandert. Es ist eine tolle Wanderstrecke und sehr zu empfehlen.

Tipps: Wir merkten schon im März die enorme Trockenheit. Generell wird empfohlen, pro Person eine Gallone (3,8 Liter!) Wasser dabei zu haben. Im Sommer ist das sicher nötig und der Trail auch sicher nicht lustig. Außerdem sollte man wegen Klapperschlangen aufpassen und hat keinen Handyempfang. Das Wasser der heißen Quellen darf man auf keinen Fall in die Nase bekommen, da im Wasser Amöben vom Typ „Naegleria Fowleri“ leben. Das Sterben daran hört sich ähnlich unterhaltsam wie durch eine HF-Vergiftung an…

So, jetzt aber zum erfreulichen Teil: Das hier ist der kürzeste Weg und dieser ist besser als Rückweg zum Auto geeignet:

Der Parkplatz in der Karte rechts oben sollte genutzt werden. In Google Maps war bei uns eine falsche Markierung hinterlegt, durch die wir zig Kilometer unnötig den Highway hoch- und wieder runtergefahren sind.

Als Rundweg startet man besser mit dem nördlicheren Weg. Man trifft dann zuerst auf den Colorado River und muss sich nach links am Fluss entlang leicht kletternd ohne klaren Trail zum südlichen Trail vorarbeiten. In dieser Richtung sind gelbe Pfeile auf die Felsen gesprüht. In der Gegenrichtung gibt es sie nicht, was die Sache spannender macht. 😉

Auf dem Weg waren einige Wüsten-Dickhornschafe zu sehen:

Die heißen Quellen sind zur Landseite hin so heiß, dass man automatisch sehr schnell durchs Wasser läuft. Nach einigen Metern wird es erträglicher:

Danach geht es noch eine Leiter herunter, um weiter in Richtung Colorado River zu kommen

Colorado River, blick nach Süden: links ist Arizona, rechts ist Nevada

Lake Mead

Der Lake Mead versorgt Las Vegas mit Wasser. Nachdem er in den letzten Jahren kritisch wurde, hat sich der Wasserstand inzwischen etwas erholt. An den weißen Felsbereichen lässt sich aber ablesen, wie hoch der Stand früher sein konnte:

Hoover Dam

Der 1935 gebaute Hoover Dam (https://de.wikipedia.org/wiki/Hoover_Dam) staut den lake Mead auf und ist sehr eindrucksvoll. Hier ist ein Bild von der Mauerseite:

Von der Seeseite:

Kirk’s Rock

Auf dem Weg nach Los Angeles haben wir einen Stopp im Vasquez Rocks-Park eingelegt. Hier befindet sich eine berühmte Felsformation, die der Verwendung in mehreren Star Trek-Folgen und -Filmen wegen auch Kirk’s Rock genannt wird. Insgesamt wurden hier über 200 Filme und Videos gedreht:

http://www.spiegel.de/einestages/kirk-s-rock-hollywoods-beruehmtester-stein-a-1150863.html

Aussicht vom Felsen

Los Angeles

Los Angeles ist eigentlich eine spannende Stadt, allerdings für seine Staus berüchtigt, die uns in den wenigen Tagen auch enorm auf die Nerven gingen.

Wir sind jedenfalls in die Hollywood Hills bzw. den Griffiths Park mit gleichnamigen Observatorium gefahren, von wo aus man eine gute Sicht auf die Stadt hat:

Nahe dem Observatorium ist ein Park angelegt, der von Berlin als Schwesterstadt von Los Angeles gestiftet wurde:

Von dort aus sind die Hollywood Hills mit dem Hollywood-Zeichen gut anzuschauen:

Das Observatorium selber kann auch besichtigt werden:

Vom Berg wieder runter lässt sich der Sunset Boulevard besuchen:

Der Sonnenuntergang über dem Sunset Bl.:

Wir haben noch den Walk of Fame besucht, bei dem die Namen von Film- und Medienmachern im Boden eingelassen sind. Es sind unglaublich viele, und wir haben nur die wenigsten Personen gekannt, hier ein Beispiel:

Wir hatten auch geplant, das Los Angeles County Museum of Art zu besuchen. Allerdings waren 60% der Fläche und damit auch der Exponate wegen Renovierungsarbeiten gesperrt. Dass trotzdem der volle Eintritt von 25$ verlangt wurde, fanden wir zu dreist.

Wir sind dann ein wenig draussen rumgelaufen, wo durchaus einige witzige Stücke zu sehen sind.

Zum Gelände gehört auch die Urban Lights-Installation, die von Möchtegern-Influencern regelrecht überrannt wird:

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