Osaka, Kyoto

An Los Angeles ging es weiter nach Osaka. Wir sind mit Japan Airlines geflogen, die uns sehr beeindruckt haben, Der Sitzabstand, die Sitzbreite und der Service waren super und deutlich besser als z.B. bei Katar oder Emirates.

Für Touristen in Japan bietet sich der Japan Rail Pass an, mit dem man für ein oder zwei Wochen eine Flatrate für die staatlichen Bahnen inklusive der Shinkansen Hochgeschwindigkeitszüge hat. Man muss den Pass allerdings an eine Adresse im Ausland bestellen, in Japan kann man ihn nicht kaufen, daher braucht man etwas Vorlaufzeit.

Wir haben uns ein Hotel in der Nähe einer der Shinkansen-Stationen, Shin-Osaka, gesucht:

Damit ist man sehr flexibel und kann sehr viele Ziele in Japan als Tagestripps besuchen. Hier ist ein Plan der Züge:

http://www.nippon.com/en/features/h00077/shinkansen-route-map.html

Die ersten zwei Tage haben wir in Kyoto verbracht, das als langjähriger Herrschaftssitz kulturell am meisten zu bieten hat, und das in nur 30min zu erreichen ist.

Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und haben die Krischblütenzeit erwischt, was allerdings auch enorme Menschenmassen an allen Sehenswürdigkeiten bedeutete. Viele Japanerinnen liefen mit eigenen oder geliehenen Kimonos rum und waren wie im Selfie-Wahn:

Wir sind zuerst den berg rauf zum Kiyomizu-dera Tempel gelaufen, von dem aus man eine tolle Aussicht über Kyoto hat.

Blick über Kyoto

Als nächstes sind wir zum Tenryu-ji Tempel gelaufen. Der Tempel selber ist gar nicht so interessant, die zugehörigen Gärten sind dafür wirklich super. Die Gebäude sind in Fachwerk-Bauweise gebaut:

Hie habe ich alle Selbsbeherrschung zusammengenommen und die Finger von der Glocke gelassen. 😉
Ein großer Teich mit vielen Koi-Karpfen

Weiter ging es zu einem berühmten Bambus-Wald, in dem man wieder nicht gerade alleine war:

In der Nähe liegt ein idyllischer Park, in dem Gruppen von Japanern picknickten:

Daneben liegt der Katsura-Fluss:

Ein Adler konnte beim Jagen beobachtet werden:

In Japan fahren sehr viele *ähem* raumoptimierte Fahrzeuge herum, die die Fahrer nach Größe des Parkplatzes kaufen:

Weiter ging es zum goldenen Pavillion, der immerhin schon über 600 Jahre auf dem Buckel hat:

Auch hier war wieder die Hölle los:

Unser nächstes Ziel war der Fushimi Inari Schrein, bei dem tausende Holztore an einem Weg den Berg herauf aufgestellt waren, die ersten ab dem Jahr 800.

Es waren auch viele Fuchs-Skulpturen aufgestellt. Der Fuchs ist der Bote von Inari, der wiederum als Gott des Reises und des Geschäfts gilt:

Was die Pferdeskulptur sollte, haben wir nicht verstanden:

Im unteren Bereich des Weges war wieder die Hölle los. Ich habe meiner Frau vorhergesagt, das an der Spitze des Berges nur noch wenige Touristen übrig sein würden, die zu 50% Deutsche wären.

Die Tore ziehen sich wirklich weit:

Ganz toll an Japan ist, dass überall Getränkeautomaten stehen, an denen man zu fairen Preisen (ca. 1,40€ für eine Flasche Cola) Getränke bekommt:

Weiter oben sind im Inneren eines Shinto-Schreins drei Spiegel zu sehen, die irgendwie als heilig gelten, glaube ich:

Alle roten Tore wurden als Spenden aufgestellt. Neben den großen Versionen gibt es auch viele kleinere Tore, die bei den Schreinen aufgestellt werden:

Hier können die Tore praktischerweise direkt gekauft werden:

Der Berg selber hat offensichtlich eine ziemlich hohe Induktivität von 233 Millihenry:

An der Spitze des Berges war man dann weitestgehend allein. Die wenigen Besucher waren wie vorhergesagt Japaner, Deutsche, Franzosen und Amerikaner.

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