Nach dem Ausräumen unserer alten Wohnung war es endlich soweit:
Wir flogen von Düsseldorf aus nach Las Vegas. Das Einchecken lief problemlos und unsere sieben Koffer wurden trotz jeweils leichten Übergewichts (damit kenne ich mich ja aus ;)) ohne Diskussionen von Eurowings angenommen:

In Las Vegas hauten uns dann die über 40°C fast um, während wir uns einen ausreichend großen Uber für all das Gepäck gesucht haben.

Wir blieben zwei Tage im South Point Hotel, einem riesigen Hotel im Süden von Las Vegas. In der Woche sind die Hotels in Vegas erfreulich günstig. Wir können das Frühstück im Coronado Cafe empfehlen, man kann es auch um 3 Uhr nachts essen (Jetlag!) und der Kaffee ist wirklich hervorragend.

Später ging es dann auf die große Tour nach Hayward in der Bay Area:
Leider hatten wir zwei Staus durch Unfälle auf der Strecke, bei einem davon mit Vollsperrung und Rettungshubschrauber:

Das „kleine“ Auto für den Gepäcktransport:

Ein Tipp bei der Gelegenheit: Bucht euch US-Mietwagen besser aus Deutschland über billiger-mietwagen o.ä., man kommt durch die dann schon enthaltenen Versicherungen viel billiger weg als wenn man über US-Seiten bucht.
In Hayward sind wir eigentlich gelandet, da uns drei verbindliche und bereits von uns bezahlte AirBnB-Buchungen in Los Angeles bzw. San Francisco kurzfristig storniert wurden, was nicht gerade ein gutes Licht aus die Firma wirft…
Es ist in Hayward aber wirklich schön, besonders in den Hügeln:

Hayward hat daneben seine eigene Verwerfungszone zu bieten (https://en.wikipedia.org/wiki/Hayward_Fault_Zone). Wir haben auch schon unser erstes leichtes Erdbeben erlebt.
Später folgten dann die vielen organisatorischen Aufgaben. Meine Social Security Number (SSN) Karte ist leider nicht nur auf dem Postweg verloren gegangen, sondern sie wurde gar nicht erst ausgestellt. Meine Frau hat ihre erhalten, und beiden wurden mit demselben Antrag beantragt.
Wir haben also zwei Stündchen im lokalen Office dazu verbracht und sie neu beantragt. Jetzt heißt es einige Tage warten, um weitermachen zu können.
Dann ging es zum Department of Motor Vehicle, um einen Führerschein zu beantragen, was trotz anderer Auskunft ohne SSN auch nicht möglich ist.

Generell sollte der Ablauf also sein:
- SSN,
- Bankkonto (Chase ist gut, bei 1500$ Einlage kostenfrei), dann
- Secured Credit Card (bzw. bei uns Umschreibung AMEX von Deutschland auf US), um eine Credit History aufbauen zu können
- Führerschein, wofür man seine Residency in Kalifornien nachweisen muss
- Autokauf
Daneben haben wir uns quer durch die Bay Area gegessen. Wie gehabt: Je zwielichtiger das Stadtviertel, desto besser schmeckte das Essen 😉

In einem polynesischen Restaurant war es interessant: Die in Kokosmilch gebackene grüne Banane hinten schmeckt wie Kartoffeln, es gab auch Spinat mit Corned Beef und links unten eine Wurzel, die z.B. auf Hawaii wächst:

Zum Einkaufen: Allgemein ist das Preisniveau in Supermärkten erschreckend hoch, bei „gesunden“ Lebensmitteln (Gemüse, Müsli, guter Käse oder Salami) muss man mit dem Doppelten der deutschen Preise rechnen.
