Einleben, San Francisco, Point Rayes, Sequoia Nationalpark

Einleben

Wir haben inzwischen alles organisiert und uns ein Auto gekauft. Es ist relativ merkwürdig: Neuwagen sind in den USA effektiv ein Stück günstiger als in Deutschland. Sie starten bei ähnlichen Preisen, haben aber in der minimalen Ausstattung bereits größere Motoren und deutlich mehr Extras.

Gebrauchtwagen scheinen sich eher länger auf höherem Preisniveau zu halten. Das ist besonders seltsam, da die Autos eher in schlechterem Zustand als in Deutschland sind. Selbst ein Authändler meinte, man müsste keine Inspektionsarbeiten außer Ölwechseln machen, und so halten es viele Leute…

Junge Gebrauchtwagen der Luxusmarken – also z.B. Audi, BMW und Mercedes – sind teils erfreulich günstig. Reperatur- und Wartungskosten machen sie dann aber doch zu einem sehr teuren Vergnügen, da viele Arbeiten nicht von günstigeren Werkstätten durchgeführt werden.

Die Führerscheine haben wir inzwischen gemacht. Der theoretische Test ist sehr einfach. Allerdings muss man für die Führerscheinanmeldung nachweisen, daß man Resident ist. Ab diesem Zeitpunkt tickt die Uhr, da man als Resident in Kalifornien nur noch zehn Tage lang mit einem ausländischen Führerschein Autofahren darf. Den nächsten freien Termin für die praktische Fahrprüfung in der Bay Area gab es allerdings erst in drei Monaten…

Wir haben also zig Stunden lang im Online-Reservierungssystem für Fahrprüfungen alle Stellen durchprobiert, bis wir von anderen Prüflingen kurzfristig stornierte halbwegs passende Termine hatten. Wir sind für den Spaß etwa 1500 Kilometer durch Kalifornien gefahren: Meine Frau hat ihre Prüfung in einer Kleinstadt nördlich von San Diego bestanden, ich in Hollywood. Ich war vorher recht nervös, da die Stelle mit einer Durchfallquote von 60% mit die Schwierigste im Staat ist. In meiner Prüfung waren allerdings so viele Verrückte auf der Straße, daß wir eigentlich nur lebend wieder ankommen mussten, um zu bestehen, was dann auch gelang. 😉

Gut ist, daß man die Fahrprüfung mit einem Mietwagen ablegen kann, und auch selber (innerhalb der Zehntagesfrist!) mit seinem ausländischen Führerschein legal alleine hinfahren darf. Das normale Infomaterial besagt immer nur, daß ein kalifornischer Führerscheininhaber auf dem Beifahrersitz sitzen muss. Beim Mietwagen muss eine ausreichende Versicherung, v.a. Haftpflichtversicherung (CDW), nachgewiesen werden.

San Francisco Stadtpark mit Japanese Tea Garden

Wir haben uns mal wieder durch den Stau gequält und San Francisco besucht. Der Stadtpark „Golden Gate Park“ ist recht schön:

Darin liegt der Japanese Tea Garden. Hier sind ein paar Eindrücke:

Die Westseite von San Francisco ist fast immer kalt und/oder neblig, so auch der Strand dort bei unserem Besuch:

Point Reyes

Das Point Reyes National Seashore ist ein Naturschutzgebiet nördlich von San Francisco:

Das dort liegende gleichnamige Städtchen ist bei Touristen sehr beliebt:

Das Gebiet hat viele schöne Wanderwege zur Pazifikkürste hin, hier sind ein paar Eindrücke:

Neben dem Wanderweg stand ein Hirsch, genauer gesagt ein Tule-Wapiti, mit Familie, der uns kritisch im Auge behielt:

Vergrößert:

Auf dem Rückweg fuhren wir in die Golden Gate National Recreation Area, aus der man die Golden Gate Bridge von Norden aus sehen kann:

Im Hintergrund ist San Francisco zu sehen. Hier ist noch Alcatraz und hinten rechts Treasure Island zu sehen:

Sequoia Nationalpark

Die großen Nationalparks im Osten von Kalifornien sind immer eine Reise wert. Wir haben zuerst den Sequoia Nationalpark besucht, der nach den Riesen-Mammutbäumen benannt ist:

Wir haben uns zuerst den General Grant Tree angeschaut. Auf dem Weg liegen zwei umgestürzte ausgehöhlte Bäume, durch die man hindurchlaufen kann:

Der andere Baum:

Der General Grant Tree hat einen Brandschaden resultierend aus einem Blitzeinschlag:

Weiter im Park hat man einen schönen Blick auf die Sierra Nevada und kann im Vordergrund sehen, daß viele Besucher eine Menge Zeit mitbringen:

Pflicht ist auf jeden Fall der Besuch des General Sherman Trees, des größten (volumentechnisch) Baums der Welt:

In der Nähe kann man auf den Moro Rock, einen Granit-Felsen, steigen:

Blick nach Westen Richtung Pazifik
Blick nach Osten Richtung Sierra Nevada

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